Mörbisch am See Mörbisch am See Mörbisch am See

Klima & Boden

Klima

Prägenden Einfluss auf das Wachstum der Reben in Mörbisch hat vor allem das Klima des pannonischen Raumes. Heiße, trockene Sommer (in der Region werden die meisten Sonnentage Österreichs gezählt) und kalte, niederschlagsreiche Winter sorgen für ein besonderes Weinklima.

Zudem schafft der Neusiedlersee ein für den Weinbau hervorragendes Mikroklima: er speichert die Sonnenwärme bei Tag und gibt diese Wärme in der Nacht wieder ab. Die Reben weisen daher bereits sehr früh einen Vegetationsvorsprung im Vergleich zu anderen Weinbaugebieten auf. Ein sanfter Wind aus der ungarischen Tiefebene sorgt für einen angenehmen Lebensraum für Weinrebe und Mensch.

Glückspilz Botrytis cinerea

Mörbisch ist in der glücklichen Lage, neben hervorragenden Weiß- und Rotweinen auch edelsüße Weine mit außergewöhnlicher Qualität fast jedes Jahr erzeugen zu können. Das Geheimnis der edelsüßen Weine ist ein Edelpilz mit dem lateinischen Namen Botrytis cinerea. Für die Bildung von Botrytis ist ein langer, warmer und trockener Herbst notwendig. Das Wasser des Neusiedlersees erwärmt sich tagsüber. Während der Nacht und in den Morgenstunden verdunstet das Wasser des Sees. Es bilden sich Nebelschwaden, die auf die umliegenden Weingärten niedergehen.

Durch die wärmenden Sonnenstrahlen auf die noch taufrischen Weingärten entsteht jenes Mikroklima, das die Entstehung des Edelpilzes fördert. Botrytis verursacht bei den vollreifen Trauben jene Edelfäule, bei der die Beerenhäute durchlöchert und durchlässig werden, das Fruchtwasser der Trauben verdunstet langsam und die Beeren schrumpfen. Der Zuckergehalt steigt ebenso wie der Säure- und Extraktgehalt. Eine Konzentration der Weinaromen und Weininhaltsstoffe bestimmt den Geschmack des edelsüßen Weines.

Boden

Die Weingärten erstrecken sich im Gemeindegebiet in größeren Terrassen entlang des Ruster Hügellandes bis zum Schilfgürtel des Neusiedlersees. Die Flächenstruktur der Weingärten lässt den ehemaligen ungarischen Einfluss auf das Gebiet erkennen: Durch das alte ungarische Erbrecht wurden Weingärten jeweils zu gleichen Teilen auf die Nachkommen aufgeteilt. Die Mörbischer Weinbauern sind deshalb durchwegs Besitzer kleinerer Parzellen, wenn nicht durch Zukauf oder Tausch größere Besitzungen entstanden sind.
Die Böden des Gebietes bieten eine unglaubliche Vielfalt: von verwitterten Urgesteinsböden, sandigen Böden mit Glimmerschiefer bis zu totalen Lehm- und Humusböden erstrecken sich die Bodenstrukturen und bieten so für jede Sorte die optimalen Wachstumsbedingungen.

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